Einladung zur Blogparade: Pfarrgemeinden auf Facebook

Blogparade zu Pfarrgemeinden auf Facebook
Andrea Mayer-Edoloeyi
15 Februar, 2012 - 15:26

Pfarrgemeinden, die Facebook als Kommunikationstool nutzen, werden immer mehr. In dieser Blogparade geht es um gute Beispiele und Kritierien für eine erfolgreiche Nutzung des sozialen Netzwerks. Eine herzliche Einladung! 

Einladung zur Blogparade

Vor einigen Tagen ist auf der Kirche 2.0 Seite auf Facebook eine lebendige Debatte um Pfarrgemeinden auf Facebook entstanden. Das Thema ist aber nicht ganz neu, doch immer wieder spannend und in einer sehr dynamischen Entwicklung begriffen. Längst ist klar, dass einfach nur eine Facebook-Page zu haben zu wenig ist, sondern dass damit auch wirklich was passieren muss, damit Interaktion stattfindet und dieser Kommunikationskanal ein Mittel der Verkündigung werden kann. 

Ich persönliche glaube, dass das besonders Spannende an Facebook für eine Pfarrgemeinde ist, dass das Innen und Außen fließend wird und unerwartete Einblicke möglich sind. Das schafft Spielraum für neue Kontakte und eine positive Wahrnehmung dessen, was Gutes in den Pfarren passiert. Doch das ist ein Aspekt, es gibt mehr. kath.ch hat gerade auch eine Serie laufen, wo Pfarrgemeinden über ihre Erfahrungen mit Facebook berichten. 

Darum möchte ich zur Blogparade einladen und stelle dafür folgende Fragen in den Raum: 

  • Was kann mit einer Facebook-Page einer Pfarrgemeinde oder der Präsenz von tragenden Pfarrmitgliedern im sozialen Netzwerk erreicht werden?
  • Wo liegen die Chancen und wo die Grenzen? 
  • Was sind Kritierien für den Erfolg? 
  • Welche Effekte hat eine ein Facebook-Page? Wie verändert sich die Pfarrgemeinde damit? 
  • Welche Rolle spielt Facebook im Medienmix einer Pfarrgemeinde? Wie "spielt" Facebook mit der Homepage der Gemeinde zusammen? 
  • Wo gibt es Beispiele für einen erfolgversprechenden Einsatz von Facebook für eine Pfarrgemeinde? 
  • Welche auf die Pfarrgemeinde bezogenen Tipps würdest Du anderen FacebookerInnen mitgeben? 

Bitte schreibt Eure Beiträge bis 18. März 2012. Das ist in Österreich der Tag der Pfarrgemeinderatswahl und das passt wohl gut zusammen ;-) 
Hinterlasst hier einen Kommentar* mit einem Hinweis auf den Blogbeitrag oder informiert mich sonst irgendwie. Nach dem 18. März werde ich alle eingehenden Beiträge hier im Blog zusammenfassend vorstellen. 

Wer kein Blog hat, sich aber gerne an der Debattte und Ideensammlung beteiligen möchte, kann das auch in anderen Formen tun: Einfach hier den Text in den Kommentarbereich schreiben oder den Beitrag sonstwie ins Internet schreiben, Tools dafür gibt es ja sowieso massenhaft. Falls jemand den Beitrag zur Blogparade hier als Gastbeitrag auf Kirche 2.0 schreiben möchte, lade ich dazu auch herzlich ein. 

Regelmässige LeserInnen von Kirche 2.0 wissen sowieso, dass hier der ökumenische Austausch gross geschrieben wird. Doch falls das nicht sowieso klar sein sollte: Explizit möchte ich ChristInnen aller Konfessionen zur Beteiligung einladen. Wir haben wohl alle die gleichen Fragen zum Social Web und können viel voneinander lernen. 

Was ist das überhaupt, eine Blogparade? 

Ein Blog-Karneval bzw. eine Blog-Parade ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Blog-Betreiber als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt [...], dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums (üblich ist ein Zeitraum von 1-4 Wochen) einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und den Veranstalter entsprechend über die Veröffentlichung zu benachrichtigen. Spätestens nach dem Ablauf des vorgegebenen Zeitraums listet der Veranstalter des Blog-Karnevals in einem neuen Blogbeitrag alle eingereichten Artikel und kommentiert diese entsprechend, fasst diese zusammen und/oder vergibt z.B. Prämien für die besten oder etwa originellsten Artikel. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

So definiert das blog-parade.de. Blogparaden sind also eine Vernetzungs-Idee, die durchaus auch für andere Themen interessant sein könnten. 

Ich jedenfalls würde mich über rege Beteiligung an der Blogparade zu Pfarrgemeinden auf Facebook sehr freuen und bin mir sicher, dass wir miteinander viele tolle Anregungen sammeln können. 

* Trackbacks und Pingbacks klappen leider nicht, weil unser Drupal 7 das noch nicht kann. Ich hoffe, das ändert sich bald mal. 

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Flickr CC by-nc-na gynti_46

Reaktionen

Facebook ist viel einfacher zu bedienen als Content-Managementsysteme wie Drupal oder Joomla. Daher etwas positives - Aber wer autorisiert die Gemeindehompage bei Facebook ? Jeder kann seine "eigene" Seite machen. Kann leicht negativ werden.
Ein sehr gutes Beispiel für die Vernetzung von Facebook und Gemeindehompage ist http://www.facebook.com/StBonifatius
Interessanter Punkt, doch ist es ja auch so, dass Webseiten auch kaum "autorisiert" werden können – zumindest ab und bis zu einem bestimmten Punkt. Neulich kam bspw. bei Twitter die Frage auf, wie man es denn rechtlich betrachten kann, wenn eine Gemeinde A (evangelisch-lutherisch) in der Stadt X z.B. die Domain www.katholisch-in-X.com reserviert und benutzt. Doch fände ich es schade, wenn solche Fragen vom eigentlichen Tun abhalten. Mir persönlich ist noch kein Fall bekannt, bei dem es Missbrauch diesbezüglich gegeben hätte. Haben Sie sich schon mal an http://www.drupalgardens.com/ oder http://wordpress.com/ versucht? Dort gibt es die Möglichkeit diese Systeme mal kostenlos zu testen.
Wie das rechtlich genau ist, könnten uns vermutlich JuristInnen sagen. Ansich gilt aber das Markenrecht auch im Internet, insofern geht der Domain oder auch Seiten-Klau vermutlich nicht und würde rechtlich bekämpfbar sein. Die rechtliche Seite ist aber meiner Meinung nach weniger relevant als die Frage, wie damit umgehen, wenn da jemand eigeninitiativ wird und z.B. auf Facebook eine Page macht. Meistens sind das ja Leute, die sich sich z.B. mit der Pfarrgemeinde identifizieren und damit eigentlich die besten BotschafterInnen im Web sind. Da würde ich jeder Gemeinde raten mit der Person Kontakt aufzunehmen, sich für die Initiative zu bedanken und die Zusammenarbeit zu suchen. Eine bessere Ausgangsbasis für eine lebendige Facebook-Page als Leute, die sowieso schon sowas machen wollen, gibt es wohl nicht. Stefan hat das mal auch anhand von Coca-Cola erklärt: http://frischfischen.de/coca-cola-facebook-prinzip.html Theologisch würde ich das im Kontext des allgemeinen Priestertums aller Gläubigen einordnen. Das ist doch fein, wenn Leute das aktiv auch wahrnehmen! Und ja, es ist in gewissem Sinn ein Kontrollverlust. Aber das ist sowieso nicht zu verhindern, denn wenn es am einen Eck vom Internet nicht geht, suchen sich Leute halt ein anderes. Wer positiv mit vorhandener Initiative umgeht, braucht aber keine Ängste haben, dass da furchtbare Dinge passieren. Ich bin mir sicher, dass da mehr Chancen drin stecken als Risken. Was ich aber jeder Pfarrgemeinde raten würde, ist eine eigene Website oder ein eigenes Blog als "Homebase" zu haben. Nur noch auf Facebook zu sein, wäre meiner Meinung nach aus vielerlei Gründen problematisch, vor allem, weil man sich damit von diesem Konzern total abhängig macht und sowieso niemand weiss, wie sich das mit den großen sozialen Netzwerken weiterentwickelt. Mit einer eigenen "Homebase" bleibt man auch in 2.0-Zeiten flexibel.
Hallo miteinander, sehr gern möchten wir diese Einladung annehmen und haben uns auf unserem Blog mit dem Thema auseinandergesetzt :) Hier geht's zum Beitrag: http://taufgeschenke24.com/religion-und-soziale-netzwerke/ schöne Grüße Johannes
So... Ich hab mich mal an der Blogparade beteiligt und was dazu geschrieben. Hatte gerade schon auf twitter darauf hingewiesen, aber jetzt hier noch mal der link: http://testphase.posterous.com/das-gesicht-der-gemeinde Kommentare sind willkommen!
Dankeschön für die Beiträge!!! Bin gespannt, ob noch weitere kommen übers Wochenende. Nächste Woche gibts dann eine Zusammenfassung als neuer Blogartikel.

Wird es eigentlich noch eine Auswertung geben oder habe ich das nur verpasst?

beste Grüße :-)

Ja, klar wird es eine Auswertung geben. Sorry, ich bin einfach noch nicht dazu gekommen und habe eh schon ein schlechtes Gewissen. Ich hoffe, ich kriege das in den nächsten Tagen hin.

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