Chancen der Orden im Social Web

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Für personale Kommunikation über den Glauben stellt die Social Web für Orden eine wundervolle Möglichkeit dar. Orden sind schon im Social Web präsent, in vielfältiger Weise.

Im Rahmen der Regionalkonferenz der OÖ. Frauenorden habe ich heute einen kurzen Input zum Thema Social Media gestaltet. Die Vorerfahrungen mit dem dem Thema waren erwartungsgemäss höchst unterschiedlich. Ich habe mich aber über diese Einladung sehr gefreut. Es müssen zwar nicht unbedingt alle im Social Web präsent sein, sondern eben jene Menschen, deren Charisma diese Form der Kommunikation ist, doch alle AkteurInnen in der Kirche sollten eine Grundidee von diesem Thema haben und jene, die dort aktiv sind wohlwollend begleiten. Dafür ist heute bei den Frauenorden in Oberösterreich ein guter Beginn gemacht worden und ich freue mich, wenn vielleicht gemeinsam weitere Schritte folgen. 

Hier kurz ein paar Einblicke in meine diesbezüglichen Überlegungen. Für die Orden sehe ich zwei Handlungsfelder:

  • Personale Glaubenskommunikation von Ordensangehörigen, die im Social Web gerne kommunzieren. 
  • Das Social Web als dialogische Öffentlichkeitsarbeit für Ordenseinrichtungen wie Spitäler, Schulen oder Bildungshäuser.

Beide Aspekte haben aber natürlich etwas miteinander zu tun und am schönsten ist es, wenn es gelingt diese Aspekte ineinander zu verschränkten. Da kann dann der spezifische "Mehrwert" von Ordenseinrichtungen richtig gut deutlich werden. 

Beispiele für beide Bereiche lassen sich mittlerweile viele finden. Ich habe zwei herausgegriffen:

Abt Martin auf Twitter steht für mich fast paradigmatisch für den ersten Aspekt. Was der Schweizer Abt tut, ist ja eigentlich ziemlich simpel, er twittert und kommuniziert sehr aktiv im 140-Zeichen-Microblogging-Dienst. Das Schöne daran ist, dass dabei der Mensch hinter dem Twitteraccount spürbar wird. Das ist die Basis für vertiefte Kontakte und die Chance, dass mehr daraus wird.  Ein Raum für wechselseitige Lernerfahrungen wird eröffnet. Es gibt ein feines Video, wo Abt Martin selbst mehr darüber erzählt. 

Das Beispiel für die dialogische Öffentlichkeitsarbeit kommt aus Oberösterreich. Der Facebookauftritt des Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz ist sowas von charmant. Mich wundert nicht, dass es dort mittlerweile mehr als 3.400 Fans gibt. Es gibt da nicht nur Hardfacts, sondern immer wieder auch Blicke hinter die Kulissen. Aufgebaut wurde die Seite mit einer Aktion zum Weltkrebstag. Kommentare auf Facebook wurden in Blumengrüße ans Bett von PatientInnen verwandelt (Video), die Ressonanz der FacebookerInnen war so gut, dass die Aktion ausgeweitet wurde. Eine wundervolle Aktion, die zu einem wertorientiert arbeitenden Spital einfach wirklich gut passt. 

Ich bin gespannt, wie es weitergeht bei den Frauenorden in Oberösterreich in Social Media. Das Thema hat jedenfalls Potential für "mehr". 

Hier sind die Slides von meinem Input: 

Wer oder was ist Dein persönliches Lieblingsbeispiel für Kommunikation von Orden im Social Web? 

Andrea Mayer-Edoloeyi
26 April, 2012 - 11:01

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Flickr CC by epSos.de

Reaktionen

Zwei schöne Beispiele, Danke!
Ich bin letzhin über einen Orden aus dem englischsprachigen Raum gestossen: http://www.ibenedictines.org/ und auf Twitter unter http://twitter.com/digitalnun

Mein Lieblingsbeispiel ist natürlich unsere Seite bei facebook:
https://www.facebook.com/franziskaner.wuerzburg
mit über 400 "fans" bewegen wir uns da schon im absoluten Spitzenfeld der "Bettelorden-Klöster"
Die Interaktivität steigt bei zwei Themen sprunghaft an:
Humor und Fotos

aber auch unsere Provinzseite halte ich für sehr gut gelungen:
http://www.franziskaner-minoriten.de/

@ Mathias: Danke für die Tipps. Das Blog kannte ich noch nicht, sehr interessant, ich mag es gerne, wenn da dann "Innen" und "Außen" fließend werden. BTW: Dein Blog schaut auch ziemlich fein aus!

@ Br. Martin: Oh, ja, das gefällt mir auch sehr gut! Bei den freundlichen Gesichtern der Brüder auf den Fotos merkt man gleich, dass der Humor bei euch offenbar sowieso nicht zu kurz kommt. Finde ich voll einladend. Die Website ist leider grade im Wartungsmodus, die muss ich später mal angucken.

@ Andrea: danke für dein Lob! ;-)

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